Umweltmonitoring und Umweltschutz
Methan
Sensorik
Drohnen
Künstliche Intelligenz
GreenTech
FKZ 02WDG1764
MethaSense
Multisensorische drohnenbasierte Methandetektion auf Deponieumgebungen
Laufzeit: 01.10.2025 - 30.09.2027
Konsortium:
- Gravionic GmbH
- Deposerv Ingenieurgesellschaft mbH
- Autrik UG
- August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH
- Öko-Institut e.V - Institut für angewandte Ökologie
- Universität des Saarlandes
Ansprechpartner (Koordinator)
Dipl.-Ing. Ralf Heyen
Gravionic GmbH
Geoservices, Individualisierung dynamischer Systeme
Hermann-Blenk-Str. 27+29
38108 Braunschweig
Darum geht es im Projekt
Ziel des Projekts MethaSense ist die Entwicklung und Erprobung eines innovativen, drohnenbasierten Systems zur präzisen, hochfrequenten und flächendeckenden Detektion von Methanemissionen in Deponieumgebungen. Methan ist eines der klimawirksamsten Treibhausgase, dessen tatsächliche Emissionen bislang häufig unterschätzt werden. Insbesondere auf Deponien erschweren Größe, Topografie und dynamische Veränderungen des Deponiekörpers eine verlässliche Erfassung mit herkömmlichen, punktuellen Messverfahren. MethaSense setzt hier an und verfolgt das Ziel, die Qualität, Quantität und zeitliche Auflösung der Emissionsdaten signifikant zu verbessern.
Kernziel des Projekts ist die Entwicklung eines multisensorischen Messsystems, das moderne Drohnentechnologie mit innovativer Gas- und Umweltsensorik sowie KI-gestützter Datenverarbeitung kombiniert. Durch die intelligente Fusion verschiedener Sensordaten sollen Methanemissionen präzise lokalisiert, quantifiziert und als räumlich-zeitliche Muster analysiert werden. KI-Modelle ermöglichen dabei die automatische Anomalieerkennung, adaptive Kalibrierung sowie die Prognose von Emissionstrends unter realen Umweltbedingungen.
Ein weiteres zentrales Ziel ist die praxisnahe Erprobung des Systems unter Labor- und Realbedingungen auf unterschiedlichen Deponiestandorten. Die so gewonnenen Daten dienen nicht nur der technischen Optimierung des Gesamtsystems, sondern auch der wissenschaftlich fundierten Bewertung der ökologischen Wirkungen. Auf dieser Basis soll das Potenzial zur Erhöhung der Methan-Fassungsrate auf Deponien nachgewiesen werden, wodurch eine frühzeitige Umsetzung von Emissionsvermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen unterstützt wird.
Langfristig verfolgt MethaSense das Ziel, einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem Methanemissionen reduziert und die energetische Nutzung von Deponiegas verbessert werden. Gleichzeitig schafft das Projekt die Grundlage für eine Übertragbarkeit der entwickelten Technologie auf weitere Anwendungsfelder, etwa in der Abfallwirtschaft, im Energiesektor oder bei der Überwachung kritischer Infrastrukturen.