FKZ 02WDG1765
NewEra
Laufzeit: 01.11.2025 - 31.10.2027
Konsortium:
- EICHLER GmbH
- Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
- EVT Eye Vision Technology GmbH
Ansprechpartner (Koordinator)
Dip.-Ing. Andreas Spensberger
EICHLER GmbH
Darum geht es im Projekt
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Methodik zur automatisierten Reparatur elektronischer Geräte und deren prototypische Umsetzung in einem Technologiedemonstrator auf TRL 6. Im Zentrum steht ein intelligentes robotisches System, das standardisierte Fehlerbilder erkennen, Diagnosen durchführen, Reparaturen ausführen und dokumentieren kann. Der Fokus liegt auf flexiblen, robusten und skalierbaren Prozessen für häufige Defekte wie Kondensatoren, mit hohem Wiederholungspotenzial die sowohl in Industrie- als auch Consumergeräten auftreten. Die gesamte Reparaturkette – Demontage, visuelle und elektrische Diagnose, Austausch defekter Bauteile und Funktionsprüfung – wird anhand eines industriellen Referenzprodukts abgebildet.
Dazu entsteht eine skalierbare Roboterzelle mit zwei kollaborierenden Roboterarmen, die adaptiv auf unterschiedliche Baugruppen reagieren kann. KI-gestützte Bildverarbeitung und Kraft-Momenten-Sensorik erfassen Defekte und Umweltbedingungen, adaptive Greifsysteme ermöglichen die Handhabung der Komponenten. Whole-Body-Control und dynamische Bewegungsplanung sichern die koordinierte Zusammenarbeit der Arme. Eine strukturierte Reparaturdatenbank unterstützt die Entscheidungsfindung. Ziel ist ein modularer Demonstrator, der auf weitere Produktgruppen übertragbar ist und die Kreislaufwirtschaft stärkt. Im Projekt ist Eichler insbesondere verantwortlich für die praxisnahe Analyse und Beschreibung realer Reparaturprozesse. Dies umfasst die Identifikation typischer Fehlerbilder, die Zerlegung komplexer Reparaturabläufe in automatisierbare Teilschritte sowie die formale Beschreibung dieser Abläufe für die spätere Umsetzung in der Robotikzelle.