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FKZ 02WDG1769

RobWind

Roboterbasierte Materialwiedergewinnung für Rotorblätter von Windenergieanlagen

  Laufzeit: 01.11.2025 - 31.10.2027

  Konsortium:

 

Ansprechpartner (Koordinator)

Dip.-Ing. Thomas Heinecke, M.Sc.

cp.max GmbH & Co. KG
Manfred-von-Ardenne-Ring 5
01099 Dresden

t.heinecke@cpmax.com

Darum geht es im Projekt

Projektziel

Für ein gezieltes Recycling der verschiedenen Materialien im Rotorblatt ist es notwendig, deren Lage in den Blattschalen genau zu kennen. Diese Aufgabe soll mittels einer teilautomatisierten Inspektionsplattform gelöst werden. Sie macht mit Hilfe von Thermografiekameras das Innere der Blattschalen sichtbar und erstellt eine digitale Karte der im Blatt verbauten Materialien.
Mit diesen Informationen kann dann ein Wasserstrahlschneideroboter Bereiche mit verschiedenen Blattmaterialien automatisiert voneinander trennen. Da der Roboter mobil einsetzbar ist, kann diese Zerlegung direkt am Fuße der Windenergieanlage erfolgen. Dies erleichtert auch den Transport der Blätter erheblich, da nun wenige Meter große Segmente des Blattes vorliegen. Demgegenüber besitzt ein modernes Rotorblatt häufig eine Länge von über 70 Metern, was den Transport zu einem anspruchsvollen und kostenintensiven Projekt macht.

Hintergrund

Das Recycling der Rotorblätter ist allerdings bis jetzt nicht hinreichend entwickelt. Dies liegt daran, dass verschiedenste Materialien im Rotorblatt in einem Kunststoff eingeschlossen sind. Dieser Kunststoff, ein Duroplast, kann nicht zum einfachen Trennen der Materialien geschmolzen werden.
Daher konnten Rotorblätter bisher nur in kleinere Segmente zerteilt, geschreddert und anschließend thermisch verwertet werden. Wegen der mittel- und langfristig stark wachsenden Menge an ausgedienten Rotorblättern kann diese Art der Verwertung allerdings nicht beliebig weiter fortgeführt werden. Außerdem gibt es bestimmte Blattelemente, welche zwingend vor dem Schreddern entfernt werden müssen.
Moderne Rotorblätter besitzen zum Beispiel häufig einzelne Bereiche, welche aus Kohlenstofffasern bestehen. Diese können nicht auf die herkömmliche Art verwertet werden. Sie sind außerdem ein wertvolles Material, weshalb eine getrennte Verwertung auch finanziell sinnvoll ist.

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